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Momente künstlerischer Freiheit
(Fuldaer Zeitung, 20. November 2019)

 
Fuldaer Zeitung vom 09.11.2019, Kurt-Jürgen Feldmann

Kurt-Jürgen Feldmann stellt im Foyer der Fuldaer Zeitung aus

Fulda

Es sind „Momente“ eines Künstlerlebens, die jetzt unter diesem Titel im Foyer der Fuldaer Zeitung in der Frankfurter Straße zu sehen sind. Dynamische Momente, die im Spannungsfeld einer demokratisch definierten Freiheit entstanden sind, wie der Künstler, Professor Dr. Kurt-Jürgen Feldmann formulierte.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Feuerstein

Mit der Ausstellung will der Förderkreis Galerie 21 Werke von Fuldaer Künstlern zeigen, die zur JuKu, zum Jungen Kunstkreis Fulda, gehörten, betonte der Vorsitzende Pedro Herzig. Verleger Michael Schmitt will mit der Ausstellung im Verlagshaus eine lange Tradition wieder aufnehmen, erklärte er in seiner Begrüßung.

Kurt Feldmann sei ein Fuldaer Urgestein, schon früh der Kunstszene zugetan und bereits während der Schulzeit von Oswald Pejas und Karlfried Staubach geprägt worden, erläuterte Klaus Becker in seiner Laudatio. Nach dem Fachlehrer-Studium 1963 an der Fuldaer Fachhochschule habe Feldmann an der Uni Gießen studiert, wo er auch in Erziehungswissenschaften und Kunstgeschichte promovierte. 1979 wurde er als Professor an die Fachhochschule Fulda berufen.

Mit dem Titel der Ausstellung sei beides gemeint, der Augenblick, die Momentaufnahme, aber auch die besonderen Umstände, die ihn als Mensch und Künstler beeinflussen. Bei der ersten Phase, einer Auseinandersetzung mit der Moderne in den Jahren 1967 bis 1968 ergaben sich völlig neue Bildwelten mit Flaschen und simultan dargestellten Gesichtern, bei denen es um die Befreiung vom naturalistischen Malen ging, so Becker. Vorbilder seien Feininger, Braques, Picasso und Gris gewesen. Hier sei bereits in der Warmtonigkeit das Streben nach Harmonie zu erkennen.

Zu den Großformaten seiner zweiten Phase fand Feldmann mit der Eröffnung einer Privatgalerie 1972 in seinem Haus am Aschenberg und durch die Begegnung mit Klaus Bertelsmann, einem Kunstlehrer von Bieberstein. Hier spielte der Künstler mit den Farben und lässt Strukturen entstehen.

Becker betonte, die Ausstellung repräsentiere nicht alle Momente des künstlerischen Werdegangs von Kurt Feldmann. So sollen die Aquarelle der Nordsee und Rhönlandschaften in einer späteren Werkschau gezeigt werden.

In seiner Rückschau betonte Feldmann, sei er als Mitglied des JuKu, geerdet in Deutschland und verwurzelt in Fulda, wie alle übrigen zum Europäer mutiert. Und darum gehe es ihm: um die künstlerische Freiheit und die Vision Europa. Die Ausstellung wird bis zum 30. November im Foyer der Fuldaer Zeitung gezeigt.


 


Arbeiten von Kurt J. Feldmann

Die Ausstellung geht bis Ende November 2019.