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Förderkreis Galerie 21 e.V.
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36037 Fulda
Tel. 0152 / 33867678

Das Geheimnis des Moments
(FZ, November 2005)

 
Die britische Fotografin Anette Horn stellt bei der Galerie 21 aus
FULDA „Wenn ich fotografiere, bin ich Entdecker“ sagt Anette Horn, und wer die Arbeiten der 38-jährigen britischen Künstlerin sieht, der versteht, was sie meint: Die Welt aus einer eigenwilligen Perspektive zu sehen, die Feminines mit Farben und Dynamik verbindet. Das sind die Digitalfotos, die Anette Horn gegenwärtig bei der Galerie 21 in der Fuldaer Von-Schildeck-Straße 21 im Hause „Trüffel“ ausstellt.
Bei der Vernissage zog der erste Vorsitzende des Förderkreises, Pedro Herzig, einen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur Digitaltechnik, mit der Anette Horn arbeitet. Kein Zufall, wie Herzig glaub, dass der Lebensgefährte der Künstlerin, der bekannte Nürnberger Fotograf Willy Weihreter, vor einem Jahr in der Galerie 21 Polaroid-Fotos ausgestellt hatte, die 25 Jahre vor den Arbeiten von Anette Horn entstanden sind. Für Besucher der Ausstellungen werde die Entwicklung der künstlerischen Fotografie augenfällig deutlich.
Anette Horn arbeitet bei den ausgestellten Arbeiten vorwiegend mit dem Makroobjektiv, mit dem sie zarte Strukturen von Blüten herausarbeitet. Aber auch Landschaften und Oberflächen gelangen zu neuen Dimensionen, wenn sie die Britin ablichtet.
Immer aber strahlen Farben und Formen, Licht und Schatten tiefe Harmonie aus, die die Fantasie des Betrachters anregt.
Die Bilder tragen keine Namen, diese entstehen beim Anschauen ganz von selbst. Dass sie dabei durchaus nicht deckungsgleich sind, liegt in der Absicht der Künstlerin. „Jeder, der meine Fotografien betrachtet, erarbeitet sich ein individuelles Bild!“
Horns Werdegang lies sich wie eine schöne Kurzgeschichte: „Mein Vater schenkte mir seine alte Pentax, so begann die Begegnung mit der Fotografie. Ein Studium mit dem Schwerpunkt Fotografie folgte.“ Während einer Reise durch Australien entschloß sich Anette, die Fotografie zu ihrem Ausdrucksmittel zu machen.
Seitdem sie fast nur noch digital arbeitet, kann sich Anette Horn ganz und gar auf die Beziehung zwischen dem Objekt und ihrer Sehweise konzentrieren. Das gibt ihr die Freiheit, unbehindert hinter die Dinge zu schauen und das Geheimnis des Moments einzufangen und sichtbar zu machen: „Wenn ich Dinge in Bewegung sehe, bekommen sie eine neue Ordnung und eine andere Bedeutung“.
Anette Horn hatte bereits viel beachtete Ausstellungen in den Niederlanden, China, Großbritannien und den USA. Die Ausstellung „Digitale Fotografie“ in Fulda läuft noch bis Ende Februar. Sie ist geöffnet dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.
 



Annette Horn
Werke von Annette Horn

 


Arbeiten von Kurt J. Feldmann

Die Ausstellung geht bis Ende November 2019.