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Förderkreis Galerie 21 e.V.
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Tel. 0152 / 33867678

Erfahrbare Strukturen
(FZ, 21.07.2005)

 
Marmor-und Holzkörper von Rudi Benz in Galerie 21
„Ich fühle mich als Bildhauer“, sagt Rudi Benz. Und wer seine Skulpturen betrachtet, die derzeit in der Galerie 21 in Fulda zu sehen sind, kann dem nur zustimmen. Arbeiten der letzten fünf Jahre zeigt der 67-Jährige in Hof und Garten der Galerie unter dem Titel „Körper: Marmor – Holz – Keramik“.
Benz, fast 40 Jahre als Kunsterzieher am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Fulda tätig, hat sich den edlen Materialien verschrieben, verschiedene Marmorarten, Hölzer wie Ahorn und das schwarze Ebenholz Grenadill. Seine Werke wenden sich in besonderer Weise an die Sinne und so forderte er denn auch die Gäste der Vernissage auf, nicht nur zu sehen, sondern auch mit ihrem Tastsinn die Struktur der Kunstwerke zu erfahren. Durch unterschiedliche Oberflächenbearbeitung verstärkt Benz die Kälte des Steins, den Glanz des Holzes, hebt Marmorierung und Feinheit des Materials hervor. Der Wechsel des Tageslichts, Sonne und Schatten lassen Struktur und Farbe der Exponate in immer neuen Variationen erscheinen.
Benz studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel und engagierte sich in Fulda im damaligen Jungen Kunstkreis. Seine Skulpturen finden Beachtung in Ausstellungen im In- und Ausland. Seine bildhauerische Körpersprache bevorzugt Torsogebilde, menschliche Formen minimal gestaltet. „Meine Arbeiten erzählen nichts, nichts ist direkt ablesbar. Aber sie sind von innen heraus belebt, sie haben eine Haltung, die der Betrachter nachvollziehen kann“, sagt Benz.
Die Ausstellung wird ergänzt durch Keramikarbeiten. Im Treppenhaus der Galerie sind mit Spachtel gezogene Graphiken zu sehen, die mit Benz‘ Holzarbeiten korrespondieren. Pedro Herzig hatte als Vorsitzender des einladenden Förderkreises Galerie 21 die Gäste zur Vernissage begrüßt, darunter viele ehemalige Schüler des Bildhauers Benz.

Die Galerie ist dienstags bis freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Die Ausstellung läuft bis Ende September.

Fuldaer Zeitung, 21.07.2005



 


Arbeiten von Kurt J. Feldmann

Die Ausstellung geht bis Ende November 2019.