Impressum
Förderkreis Galerie 21 e.V.
Von Schildeckstr. 21
36043 Fulda
Tel. 0661 / 79674
Fax 0661 / 79678

Öffnungszeiten:

Di. – Do. 14.00 - 19.00 Uhr
Freitag 14.00 - 20.00 Uhr
Samstag 10.00 - 14.00 Uhr

Erinnerung an den JuKu
(FZ, 02.04.2004)

 

Bilder des 1995 gestorbenen Fuldaer Udo Holzheimer zeigt die Galerie 21 im Haus Trüffel bis Juni. Die Ausstellung weckt Erinnerungen an den Jungen Kunstkreis (JuKu), der in den 50-er und 60-er Jahren in Fulda die Kunstszene belebte. Bei der Vernissage vor zahlreichen Gästen ging der Vorsitzende des Förderkreises Galerie 21, Pedro Herzig, auf den Maler und Menschen Holzheimer ein, der den Weg zur bildenden Kunst durch den Jungen Kunstkreis und dessen Initiator Karlfried Staubach gefunden hatte.

In den 50-er Jahren gehörte der 1942 geborene Holzheimer zur „scene“, wie man haute sagen würde. Künstlerisch früh interessiert und vielseitig begabt – er spielte Klarinette im damals neu gegründeten Jazz-Club Oxydyl – begeisterte er sich für „die Kunst des Formlosen, eine Kunst, die sich herkömmlichen Konventionen und alten Schönheitsidealen widersetzte“, so Herzig in seiner Einführung. Holzheimers abstrakte Arbeiten ließen erkennen, dass er sich von den Strömungen der ersten documenta in Kassel im Jahr 1955 mit ihrer „Weltsprache der abstrakten Kunst“ angezogen fühlte. 1962 verließ Holzheimer Fulda, studierte In Frankfurt Mathematik, Physik und Jura, begann 1974 als Justitiar bei der IG Bau, Steine, Erden, um später Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks zu werden. Der Malerei und der Musik blieb er all die Jahre über treu. Nie hörte er auf, neben seinem Beruf künstlerisch-musisch zu arbeiten.
 
Die Ausstellung in der Galerie 21 zeigt 17 Bilder, die für die Entwicklung des Malers stehen: Waren seine frühen Arbeiten farblich zurückhaltend, werden seine späteren Bilder „zusehens expressiver mit viel Mut zur Farbe“, wie Herzig formulierte, der Holzheimer viel Experimentierfreude konstatierte. „Wir hätten sicher noch viel von ihm erwarten dürfen, hätte ihn nicht ein plötzlicher Tod im November 1995 ereilt“, schloss der Förderkreisvorsitzende. Sein Dank galt Frau Holzheimer und ihrer Tochter, die aus Bad Vilbel zur Vernissage gekommen waren, für die Bereitschaft, diese Ausstellung zu ermöglichen.
 
Es ist die zweite dieser Art, mit der der Förderkreis Werke der verstorbenen JuKu-Mitglieder vorstellt. Die Ausstellung ist geöffnet dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr.
(FZ, ey, 02.04.2004)



Udo Holzheimer
Udo Holzheimer (April 2004)
Werke von Udo Holzheimer
Malerei und Grafik im Haus Trüffel Wein & Delikates
(Marktkorb, 21.04.2004)

 


Frühe Arbeiten von Egon Knapp

Die Ausstellung läuft bis Ende 2018.