Impressum
Förderkreis Galerie 21 e.V.
Postfach 1612
36037 Fulda
Tel. 0152 / 33867678

Ungewöhnliche Gebilde in Stahl
(FZ, 03.07.2003)

 

Das handwerkliche Geschick hat er gelernt, das material findet er beim Schrotthändler, das gestalterische Können ist das, was ihn und sein Werk auszeichnet: Die Rede ist von Bernd Haspel, dessen Skulpturen derzeit in der Galerie 21 in Fulda zu sehen sind. Die ungewöhnlichen Gebilde, die im Skulpturengarten der Galerie einen geradezu idealen Präsentationsrahmen gefunden haben, stießen bei den vielen Gästen der Vernissage auf großes Interesse.

Der 47-jährige Haspel, der mit seiner Familie in Gläserzell lebt, ist Autodidakt. Nach Zeichnen und malen suchte sein Talent eine neue Herausforderung, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln. „Der Schritt hin zum plastischen Bildwerk, zur Skulptur, war da nur folgerichtig“, betonte Karl Krisch, zweiter Vorsitzender des veranstaltenden Förderkreises Galerie 21, bei der Ausstellungseröffnung und bescheinigte Haspel Talent und Begeisterung für diese Kunstform. Vor sieben Jahren habe der 47-jährige mit gegenständlichen Arbeiten begonnen, seit drei Jahren bevorzuge er die abstakte Stahl-Skulptur.
 
Den Umgang mit diesem Material hat der KfZ-Meister in seinem Beruf erlernt. Da ihm für die freie Gestaltung von Stahl die Werkstatt mit Esse, Amboss und Bearbeitungsmaschine fehlt, machte er aus der Not eine Tugend und arbeitet mit fertigen Stahlteilen – vom Schrotthändler.
 
„Ich sammle Schrott und lagere die gefundenen formen und Materialien. Und wenn dann die Ideen kommen, fange ich an, zu gestalten,“ erzählt Haspel, der die meisten seiner großen und kleinen „Kunstwerke“ zu Hause im Garten aufgestellt hat. Er hängt an Seine Skulpturen, „und eigentlich tut es jedes Mal ein bisschen weh, wenn ich eines weg gebe“. Dabei sind seine Arbeiten gefragt, wie die Kleinsassener Kunstwoche 2002 zeigte, wo er erstmals an die Öffentlichkeit trat.
 
Die Skulpturen und Reliefs in der Galerie 21 zeigen, wie Haspel aus den Schrotteilen lebendige Objekte mit interessantem Licht- und Schattenspiel entstehen lässt. „Er entdeckt in den riesigen Schrottbergen die wenigen Stücke, die einfach zusammengehören und mit denen er sein gestalterisches Können voll entfalten kann. Skulpturen, mit denen er uns beeindruckt und begeistert,“ sagte Krisch bei der Vernissage.
 
Die Ausstellung ist bis Ende August dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr in der Treppengalerie und im Skulpturengarten der Firma Trüffel Wein&Delikates, Von-Schildeck-Straße 21 zu sehen.
 
(FZ, ey, 03.07.2003)
 



Bernd Haspel
Bernd Haspel (Juni 2003)
Werke von Bernd Haspel


Download Ungewöhnliche Gebilde in Stahl<br>(FZ, 03.07.2003) (PDF)



Zum Lesen von PDF-Dateien benötigen Sie den Adobe-Reader.
 


Arbeiten von Kurt J. Feldmann

Die Ausstellung geht bis Ende November 2019.